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Barockkirche St. Peter

DruckenSonntag, 13. Mai 2012, Tangomesse getanzt



Tangomesse Katholikentag MannheimMartin Palmeri *1964

Misa Buenos Aires

KYRIE – GLORIA – CREDO – SANCTUS – BENEDICTUS – AGNUS DEI

Ausgangspunkt für "Getanztes Gebet" ist die Ordinariumsvertonung von Martin Palmeri im Stil des "Tango nuevo". Diese Messe in der musikalischen Sprache des Tango ist ein komponiertes Gebet. Tango - Sehnsuchtswort wie Heimat oder Karibik, schafft vielfache Assoziationen, die sich im religiösen Kontext umsetzten lassen.
Nähe - Distanz, Mann - Frau, führen und geführt werden sind einige Themen, die sich im Kontext von Anrufung, Hymnus und Bestätigung des Messtextes zu einer Choreographie formen lassen, die zentrale christliche Anliegen in Bewegung umsetzt und die Bewegung zum Gebet werden lässt.

Tanzformation Bettina Inés Truffat: Bettina Inés Truffat; Marie Kolinsky; Mileen Borgonjon; Christian Dittmann; Christoph Simon

Tangoensemble "Tango nuevo": Myrta Bauer, Violine I; Christiane Stolzenbach, Violine II; Katharina Mlitz-Hussein, Viola; Monika Eggert, Cello; Winnie Holzenkamp, Contrabass; Wolfgang Weniger, Bandoneon; Lambert Bumiller; Klavier

Kathrin Hildebrandt, Alt
Kammerchor Hochschwarzwald
Johannes Götz, Leitung




Bericht aus der Badischen Zeitung vom 15. Mai 2012
Fotos Leopold Rombach

Ein getanztes Gebet und eine bewegte Bitte

Die Misa á Buenos Aires verband in St. Peter Texte der katholischen Liturgie mit argentinischer Musik und Tango.
"Ich wollte Bewegung in die Kirche bringen", beschreibt Johannes Götz, Leiter des Kammerchors Hochschwarzwald und Initiator des Projekts seine Intention, eine katholische Messe mit Tango und Tanz zu verbinden. Die "Misa á Buenos Aires" des argentinischen Komponisten Martin Palmeri bildete die Basis für die Aufführung in St. Peter, bei der Tango und Barock eine üppige Liaison eingingen. Palmeri vebindet den lateinischen Text der katholischen Liturgie mit musikalischen Elementen des argentinischen Tangos und seinem Spannungsverhältnis zwischen Melancholie und Lebensfreude. "Nähe und Distanz, Mannund Frau, führen und geführt werden – das sind Themen, die sowohl im Tango als auch in der Religion eine große Rolle spielen", so Götz.

Eingestimmt auf die südamerikanischen Rhythmenwurde das Publikum am Sonntag in der ausverkauften Barockkirche Kirche vom Freiburger Tangoensemble "Tangonuevo" um den Pianisten Lambert Bumiller mit Stücken von Astor Piazzolla.

Mit Violine, Viola, Cello, Kontrabass, dem für den Tango typischen Bandoneon und Klavier begleitete die Musikergruppe anschließend den Kammerchor bei den fünf Teilen des kirchenmusikalischen Ordinariums. Dabei setzte die Tanzformation von Bettina Inés Truffat immer wieder neue Akzente: Die drei Tänzerinnen und zwei Tänzer der Gruppe interpretierten die Themen Anrufung, Hymnus und Bestätigung mit Hilfe von Bewegung und Ausdruck und schufen so ein getanztes Gebet. Die Künstlerin und Tanzpädagogin Truffat ist in Chile und Argentinien aufgewachsen und unterrichtet in Freiburg unter anderem den Tango Argentino. Für zusätzliche Höhepunkte sorgte die aus Furtwangen stammende Solistin Kathrin Hildebrandt, die mit ihrem klaren Alt das Kirchenschiff ausfüllte und das Publikum begeisterte.

Die Tangomesse wurde am Samstag, den 19. Mai 2012 auf dem Katholikentag in Mannheim noch einmal aufgeführt.