B a r o c k k i r c h e   S t .   P e t e r



Barockkirche St. Peter

Wassermusik

Sonntag, 25. November 2018, 17 Uhr Barockkirche

Benefizkonzert der Musikensembles der Pfarrei St. Peter für die Renovation des Hallenbads St. Peter



BZ, 28.11.18, Bericht und Foto: Christian Ringwald

Musikalisches Engagement

Benefizkonzert mit "Wassermusik" in der Barockkirche zugunsten des Hallenbads in St. Peter

Die mächtige Klosteranlage überragt St. Peter und ist weithin bekannt. Weniger bekannt ist das nur wenige Meter vom Kloster entfernte kommunale Hallenbad, eines der wenigen, das es in der Region noch gibt. Es ist den Bürgern wichtig, und so hat der Gemeinderat beschlossen, das Bad, das mit der Festhalle eine Einheit bildet, zu sanieren. Mit einem Benefizkonzert wollten rund 100 Sängerinnen, Sänger und Musiker das Projekt unterstützen. 2631 Euro kamen zusammen. Passend zum Bad war das Konzert mit dem Titel "Wassermusik" überschrieben.

Bei der Einweihung der neuen Orgel vor drei Jahren wurde seitens des Freundeskreises der Kirchenmusik entschieden, die Orgel nicht nur zum Lob Gottes während der Gottesdienste und bei Konzerten erklingen zu lassen, sondern mit ihrem Klang auch für soziale Projekte zu werben und diese zu unterstützen. Gesagt, getan: Am Sonntag luden die Freundeskreise des Hallenbades und der Kirchenmusik zu einem Benefizkonzert ein. Dabei lag das Thema Wasser nahe: „Wasser fließt, führt zusammen und bewegt“, sagte Pfarrer Klemens Armbruster in seiner Begrüßung. Und in der Tat führte das Wasser rund 100 Musiker und Sänger sowie eine Vielzahl von Musik- und wohl auch Schwimm- und Wasserfreunden in der Barockkirche zusammen.

Mit dabei waren drei kirchliche Ensembles: der vereinte Chor der beiden Kirchenchöre von St. Peter und St. Märgen, der Frauenchor Music for a While und die Kirchenband Mosaik sowie Achim Stöhr mit der Trompete und Johannes Götz an der Orgel. Stöhr und Götz spielten die Wassermusik von Georg-Friedrich Händel, die einst für eine Aufführung auf Booten auf der Themse in London komponiert wurde. Schon bei den ersten Tönen des Duos wurde klar, wo Johannes Götz draufsteht: Es erklang Musik auf höchstem Niveau – Genuss pur. Pop- und Gospelsongs sind das Metier des Frauenchors Music for a While und der Kirchenband Mosaik. Zunächst trugen die zehn Damen unter der Leitung von Johannes Götz drei Lieder – „Down by the Riverside“, „Deep River“ und „The Lord bless you and keep you“ – vor.
Dann gehörte die Bühne oder besser gesagt gehörten die Stufen vor dem Chorraum der Kirchenband mit ihrem Leiter Charly Gnant. Ein Mann und fünf Damen zählt die Kirchenband – oder anders ausgedrückt: drei Sängerinnen, zwei Gitarren und ein E-Piano.
Man spürte die Leidenschaft für die Musik, aber auch das Engagement und die Liebe zum Hallenbad. Besonders bei „The Rose“ kam dies zum Ausdruck. Bei „Put your Hand in the Hand of the Man“ schwappten dann Rhythmus und Begeisterung auf die Zuhörer über – rhythmisches Klatschen und Mitmachen waren angesagt. Ein Hauch großer Gospels erfüllte das barocke Gotteshaus.

Schließlich sangen die beiden Kirchenchöre der Klosterdörfer St. Märgen und St. Peter unter der Leitung von Lambert Bumiller, begleitet von Johannes Götz an der Orgel, und nahmen die Zuhörer mit in die Welt der geistlichen Musik: Gottes Geist schwebe über dem Wasser, beschrieb Pfarrer Armbruster zu Beginn. Zum Finale waren alle Mitwirkenden vereint: „Herr deine Liebe ist wie Gras und Ufer“, hieß es. Der abschließende Applaus wollte fast kein Ende nehmen. Es war ein tolles Konzert, ein musikalischer Genuss für einen guten Zweck.

Zwischen den einzelnen musikalischen Darbietungen las Günter Hölter, der Vorsitzende des Freundeskreises der Kirchenmusik St. Peter, Mediationstexte vor. In der Bibel gibt es viele Stellen, bei denen es um Wasser und seine (wundersame) Kraft geht – mit dem Beginn der Schöpfung, als Gott Wasser und Erde trennte, mit der Taufe und dem Eintauchen ins Wasser und neues Leben, bis zur wundersamen (Ver-)Wandlung von Wasser in Wein bei der Hochzeit von Kana.


zurück