Veranstaltungen 2022

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Liebe Freundinnen und Freunde der geistlichen Musik in St. Peter,

das prächtige Bauwerk des ehemaligen Benediktinerklosters ist eine signifikante Landmarke im Schwarzwald. Schon seine Architektur ist ein wunderbarer Beweis für eine Haltung, die nachhaltiges Wirtschaften und spirituelles Leben miteinander verknüpfen konnte.

 

Wir haben den Anspruch und die Verpflichtung diese Räume mit Leben zu erfüllen und diesen Ort mit kulturellen Angeboten lebendig zu erhalten.

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie verhinderten in den letzten beiden Jahren einen geregelten Konzertbetrieb. Das digitale Metanoia- Projekt und der Aufbau eines Video- Kanals sind Früchte dieser

Beschränkung.

 

Das diesjährige Programm ist wegen pandemischer Unwägbarkeit als

Glückskartenspiel ausgebildet.

Kirchenkrise

Das Ausmaß an Doppelbödigkeit, Scheinheiligkeit und Pervertiertheit der aktuellen Kirchenkrise macht uns sprachlos. Um so vehementer setzen wir unsere Kraft für künstlerische und spirituelle Kreativität ein.

 

Licht säen in die Furchen dunkler Zeiten! Wir laden Sie herzlich ein, unsere Arbeit kennenzulernen und sich von der Begeisterung in St. Peter anstecken zu lassen, die auch uns immer wieder antreibt.

 

Ich glaube an die Kraft menschlicher und kultureller Begegnung.

 

 

Johannes Götz,

Bezirkskantor




Passionskonzert mit geistlichen Impulsen

 

Am Karfreitag, 15. April 2022, 17 Uhr findet in der Barockkirche St. Peter eine Veranstaltung zum Gedenken an den Leidensweg Jesu Christi statt. „Musica Crucis“ will die Balance zwischen Musik und Wort neu ausloten, Leid und Leidenschaft mit hoffenden Perspektiven verknüpfen. Im Zentrum stehen diesmal die „Leçons de Ténèbres“ von François Couperin. Dieser war Cembalist und Organist am Hof des Sonnenkönigs. Sein großer Verdienst ist die Umsetzung feinster menschlicher Regungen in Musik. Charakterstücke, die in ihrer Gesamtheit ein Panorama des absolutistischen Frankreichs des 18 Jahrhunderts zeigen.

 

„Tenebrae“ bedeutet Finsternis. Couperins Werk war für die Stundengebete der Nacht am Gründonnerstag bestimmt. Textliche Grundlage sind Auszüge aus den Klageliedern des Propheten Jeremias im Alten Testament. Sie betrauern die Zerstörung Jerusalems 586 vor Christus. Diese Zerstörung wird zum Sinnbild für die Gefangennahme, die Kreuzigung und den Tod Jesu. Couperins Werk zeichnet sich durch besonders berührende Emotionalität aus, einfühlsam und affektgeladen vertont er die Klagelieder.

 

Regina Kabis, Professorin für Gesang an der Musikhochschule Freiburg übernimmt den Gesangspart, begleitet wird sie von Åsa Åkerberg (Ensemble Recherche) am Violoncello und Johannes Götz an der Truhenorgel. 

Die Theologiestudentin Antonia Löffler und der Direktor des Geistlichen Zentrums St. Peter Ekkehart Bechinger werden mit geistlichen Impulsen zum Verständnis und der persönlichen Meditation anregen.

 

Die Veranstaltung dauert eine Stunde, der Eintritt ist frei, Spenden zur Kostendeckung erbeten. Es sind die aktuell gültigen Corona-Vorschriften zu beachten. 



Festliche Musik für Zink und Orgel zur Osterzeit

 

Werke von Hans Buchner, Hans Kotter, Cipriano de Rore, Johann Caspar Kerll, Heinrich Schütz und Improvisationen 

 

Ian Harrison, Zink

Susanne Filser, Gesang

Johannes Götz, Orgel

 

Das festliche Konzert zur Osterzeit in der Wallfahrtskirche auf dem Lindenberg ist zur guten Tradition geworden und so findet auch in diesem Jahr am Ostermontag, den 18. April um 17 Uhr ein Konzert mit festlicher Musik für Zink, Gesang und Orgel statt.  

 

Der Zink ist ein historisches Blasinstrument, dessen Gebrauch seine Blütezeit im 17. Jahrhundert hatte. Klanglich nimmt man eine Mischung aus Blockflöte und Trompete wahr. Auf dem Instrument kann man sehr virtuos spielen. Ian Harrison ist ein Meister dieses seltenen Instruments: Mit seiner Kombination von Instrumentaltechniken aus der Folk-Musik, barocker Virtuosität und einem tiefen Wissen über mittelalterliche Quellen ist er zu Europas führendem Improvisator auf den Renaissance-Instrumenten Schalmei, Dudelsack und Zink geworden. Die Presse hat ihn den „Miles Davis der alten Musik“ genannt. Er lehrt an der Schola Cantorum Basiliensis und tritt in verschiedenen Formationen international auf. Zusammen mit der Sopranistin Susanne Filser und Johannes Götz, Bezirkskantor und Organist der Barockkirche St. Peter, wird er Werke aus der Renaissance und dem Barock darbieten. Musik von Hans Buchner, Hans Kotter, Cipriano de Rore, Johann Caspar Kerll, Heinrich Schütz und Improvisationen werden zu hören sein. 

 

Karten zu 15 €, (erm. 10 €) zzgl. VVK über www.reservix.de, bekannten BZ-Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse ab 16 Uhr  

Es sind die aktuell gültigen Corona-Vorschriften zu beachten,

weitere Informationen unter www.barockkirche-st-peter.de 







Sonntag, 10. Juli 2022, 17 Uhr

Fürstensaal im Geistlichen Zentrum St. Peter

 

Cembalokonzert I

mit Jean-Christophe Dijoux 

 

„Der Franzen Munterkeit, Gesang und Harmonie“

 

Am Sonntag, 10. Juli 2022 um 17 Uhr kann man im Fürstensaal des Geistlichen Zentrum ungewohnte Klänge erleben. Der neue Cembaloprofessor an der Freiburger Musikhochschule bringt einen Hauch von Exotik zu uns in den Schwarzwald. Der auf La Réunion, Frankreich geborene Jean-Christophe Dijoux gilt als einer der herausragenden Cembalisten seiner Generation. Der Bach-Preisträger mit dem subtilen Sinn für rhetorische Gesten und Affinität zum Tanz wird uns auf unserem neuen Cembalo mit Werken von Telemann, Campra und Rameau verzaubern.

 

Karten an der Abendkasse ab 16 Uhr, an bekannten BZ-Vorverkaufsstellen und über den direkten Ticketlink zu Reservix




Sonntag, 25. September 2022, 17 Uhr

Barockkirche St. Peter

 

Camille Saint-Saëns:

Der Karneval der Tiere

 

Emilien Truche / FIGURENSPIEL

Severin Zöhrer / ORGEL

 

Die „große zoologische Fantasie“ von Camille Saint-Saëns, der Karneval der Tiere erklingt am Sonntag 25. September um 17 Uhr als Familienkonzert (Dauer ca. 40 min). Das berühmteste Werk Saint-Saëns wurde von Bezirkskantor Severin Zöhrer für die Orgel transkribiert.

 

In Szene gesetzt wird die Musik von Emilien Truche, Absolvent des Studienganges Figurenspiel an der Musikhochschule Stuttgart, der die verschiedenen Tiere mit Alltagsgegenständen pantomimisch zum Leben erweckt.

 

Das Konzert richtet sich an Kinder und Familien, Personen aller Altersgruppen sind jedoch herzlich willkommen.


Emilien Truche, 1981 geboren, trifft sehr früh auf die Puppenspielkunst. Schon als Kind wirkte er in Puppentheaterstücken in seiner kleinen Heimatstadt mit. Während seines ersten Studiums ist Emilien im Theater Universitaire in Dijon sehr engagiert. Als ausgebildeter Grundschullehrer arbeitet er zuerst in Frankreich. 2010 zog er nach Deutschland, um als Französischlehrer zu arbeiten, und bildete sich parallel dazu im Figurentheaterkolleg in Bochum fort. 2018 schloss er dem Figurentheaterstudium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart ab. 

 

Während seines Studiums entwickelte er das Solo-Stück »Confetti«, das im Juni 2018 am ACT-Festival in Bilbao den BAD-Award gewann. Dieses Solo wurde auch auf verschiedenen internationalen Festivals gezeigt. In der Spielzeit 2017/18 war er Gastfigurenspieler in der Produktion »Macbeth« am Theater der Stadt Aalen.

 

Seit 2018 entwickelte er verschiedenen Kooperationen mit Musikerinnen und Musikern aus verschiedenen Richtungen: von der klassischen Musik für das Projekt »Pompom« mit dem Stuttgarter Kammerorchester bis hin zur zeitgenössischen Musik mit der Stuttgarterin Sopranin Angelika Luz.

 

2021 entwickelte er das szenische Konzert » Der Karneval der Tiere« unter dem Außenblick der Choreographin Katja Bütchemann. Dieses Stück wird vom Programm Neustart Kultur – Take Action – des Fonds Darstellende Kunst unterstützt.

 

In seiner Arbeit mischen sich Tanz, Performance und Figurentheater. Emilien erforscht die Beziehungen zwischen der Figur und dem Figurenspieler, versucht das Unaussprechliche zu zeigen und spielt mit den Grenzen der Animation.

 

Neben seinen Auftritten gibt er seine Begeisterung für das Figurentheater im Rahmen von Workshops an andere weiter (u.a. im Jungen Schloss- Landesmuseum Württemberg, »Education Programm« des Kammerorchesters Stuttgart, Eltern Frei – FTTS Stuttgart). Außerdem vertritt er Deutschland als Ratsmitglied bei der International UNIMA (internationale Puppenspielervereinigung).

Severin Zöhrer wuchs in Kirchzarten bei Freiburg auf. Zunächst studierte er an der Musikhochschule Mainz Kirchenmusik: Orgel bei Prof. Gerhard Gnann, Chorleitung bei Prof. Ralf Otto. Später setzte er sein Studium an der Stuttgarter Musikhochschule in der Orgelklasse von Prof. Dr. Ludger Lohmann fort. Zu seinen prägenden Dirigierlehrern zählen Prof. Dieter Kurz, Prof. Richard Wien und Prof. Johannes Knecht. Im Februar 2013 schloss er den Masterstudiengang Kirchenmusik A ab und setzte anschließend seine Ausbildung im Aufbaustudium Orgel fort.

 

2012 ging er als erster Preisträger aus dem Eberhard-Friedrich-Walcker-Orgelwettbewerb in Schramberg hervor. Er konzertiert regelmäßig als Organist und Kammermusiker. Zuletzt war er Gast beim Reutlinger Orgelsommer, im Orgelsommer Bad Hersfeld sowie in Feldbach (Österreich), wobei teilweise Rundfunkmitschnitte entstanden.

 

Seit 2013 ist er als Bezirkskantor für die Dekanate Kraichgau und Mosbach-Buchen mit Dienstsitz in Eberbach am Neckar tätig. Neben seinem Wirken als Organist und Chorleiter ist er zuständig für die kirchenmusikalische Aus- und Weiterbildung in den Dekanaten. 2018 veröffentlichte er die Werke für Flötenuhr von Ludwig van Beethoven beim Carus Verlag und ist Mitherausgeber des »Freiburger Orgelbuch 2«.





Jahresprogramm Barockkirche St. Peter 2022 – Änderungen und Ergänzungen vorbehalten

So finden Sie uns

Bezirkskantorat St. Peter

Klosterhof 2 

79271 St. Peter

Tel.: 07660 - 910110

Mail: info@barockkirche-st-peter.de

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CD: Trompete und Orgel

Johannes Sondermann (Trompete)

Johannes Götz (Orgel)

Werke von L. Mozart, J.B. Bach, M. Haydn, J.S. Bach, F.X. Richter, G. Morandi, G. Verdi

Hörbeispiel: Giovanni Morandi (1777 - 1856) 

Rondo Con Imitazione De' Campanelli

Johannes Götz, Orgel